ERGOTHERAPIE

Die Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen jeden Alters, die in ihren alltäglichen

Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind.

Zu unserem Aufgabengebiet gehört die ergotherapeutische Diagnostik einschließlich der Dokumentation,

Beratung und Therapie, hauptsächlich von neurologischen Störungsbildern.

Unser therapeutisches Arbeitsfeld beinhaltet die Behandlung von erwachsenen Patienten mit CRPS -

Schmerzsymptomatiken, Handverletzungen, neurologischen, kardiologischen und orthopädischen

Erkrankungen, z.B. Apoplex (Schlaganfall), SHT (Schädel-Hirn-Traumata), Hirntumore, Multiple Sklerose,

Parkinson, ALS, Nachbehandlungen von Bandscheiben OP´s und Hemianopsien.

Des Weiteren führen wir Einzelbehandlungen von Kindern mit unterschiedlichen Entwicklungsstörungen,

Aufmerksamkeitsstörungen und Verhaltensproblematiken durch.

Wir führen Behandlungen auf neurophysiologischer Grundlage durch, Hirnleistungstraining, Training der

motorischen und der sensorischen Fähigkeiten, adaptive Verfahren, Training der Selbstständigkeit im Alltag,

Versorgung mit Hilfsmitteln, Training sozial-kommunikativer Fähigkeiten, ADL-Training (Anziehen, Essen,

Haushalt, Körperhygiene etc.), Anleitung zur Selbsthilfe im persönlichen und lebenspraktischen Bereich,

Erstellung von Berichten, Therapiekoordination der Behandlungspläne und Angehörigenberatung. Hierzu

nutzen wir grundlegende Behandlungsverfahren.

Die ergotherapeutische Behandlung wird als

sensomotorisch-perzeptive Behandlung

motorisch-funktionelle Behandlung

psychisch-funktionelle Behandlung

Hirnleistungstraining

durchgeführt.

ERGOTHERAPEUTISCHE THERAPIEKONZEPTE

Wir therapieren nach sorgfältig ausgewählten Therapiekonzepten, von denen Sie unten einige wiederfinden. Zusätzliche

können individuelle Beratung sowie Anleitung von Angehörigen  einen festen Platz im Therapieverlauf haben.

SCHMERZTHERAPIE

In der Schmerztherapie liegt der Schwerpunkt auf einer systematischen Befunderhebung der lokalen- , faszialen-,

segmentalen-, vegetativen-, viszeralen-, energetischen- und psycho-emotionalen Ebene.

Hieraus ergibt sich ein individueller, auf den Patienten abgestimmter Therapieplan. Neben klassischen

Behandlungsmethoden wie PNF, manuellen Techniken und der medizinischen Trainingstherapie kommen ganzheitliche

Behandlungstechniken wie die Fußreflexzonenmassage, Faszienbehandlung, MMM-Techniken und Behandlungsverfahren

aus der Traditionellen chinesischen Medizin zur Anwendung.

HANDTHERAPIE

Die Handtherapie ist eine ganzheitliche Behandlung der Hand bzw. oberen Extremität zur Wiederherstellung nach

Verletzungen, Erkrankungen und Fehlbildung.

Sie wird von spezialisierten Ergotherapeuten durchgeführt und richtet sich an Patienten mit Handverletzungen oder -

erkrankungen aus dem traumatisch-chirurgischen, orthopädischen, rheumatologischen und neurologischen Bereich. Die

handtherapeutische Behandlung kann konservativ, prä- oder postoperativ erfolgen und zielt darauf ab, die physiologischen

Funktionen der Hand wiederherzustellen bzw. bestmöglich zu erhalten. Dazu zählen Greiffunktion, Feinmotorik,

Beweglichkeit, Koordination und Geschicklichkeit, Kraft und Schmerzfreiheit.

PERFETTI KONZEPT

(Kognitiv therapeutische Übungen)

Die kognitiv-therapeutische Übungen wurde Anfang der 70er Jahre von Prof. Carlo Perfetti (Santorso/Italien) ursprünglich

speziell für Hemiplegiepatienten entwickelt. Diese Behandlungsform wird heute bei allen neurologischen, aber auch bei

orthopädischen, chirurgischen und pädiatrischen Patienten angewendet. Ausgangspunkt für das Entstehen und für die

Veränderungen dieses Therapiekonzeptes waren und sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedensten

Forschungsrichtungen. Dem therapeutischen Vorgehen liegt eine „systemische anschauungsweise“ zugrunde, die besagt,

dass der Mensch als ein komplexes System angesehen werden soll. Das bedeutet, dass menschliche Fähigkeiten wie

Bewegung, Wahrnehmung und kognitive Leistungen nicht isoliert betrachtet und behandelt werden dürfen, sondern eine

funktionelle Einheit bilden, die nur im gegenseitigen Austausch Erkenntnisprozesse (Kognition)hervorbringen. „Kognitiv“ heißt

„auf Erkenntnis beruhend“. Der Erkenntnisprozess ist eine zentrale Fähigkeit des Menschen und auch ein zentrales Element

der kognitiven Rehabilitation. Um zur Erkenntnis zu gelangen, benötigt der Mensch die Fähigkeit der Wahrnehmung, der

Bewegung und mentale Fähigkeiten gleichzeitig. Besonders wichtig für den Erkenntnisprozess ist die Wahrnehmung, denn

durch diese erhält das Zentralen Nervensystem Informationen vom Körper und der Umwelt, die es für die Programmierung

und Ausführung von Bewegungen benötigt. Der Wahrnehmungsprozess stellt demzufolge einen wichtigen Teil der

Bewegung dar. Bewegung erzeugt Informationen und Information ermöglicht das Entstehen der Bewegung. Ist dieser

Informationskreislauf gestört, können physiologische Bewegungsabläufe nicht entstehen.

PNF KONZEPT

Die Abkürzung PNF steht für: Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und

Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein

sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers.Die Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika

von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Diese aktive Methode besteht

aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung. Die Bewegungsmuster (Pattern)

zeigen sich in Halte- (statisch) und Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers. Mit definierten Bewegungsmustern

und bestimmten Techniken wird therapeutisch gearbeitet.Es werden Stimuli wie z. B. Druck, Zug, Dehnung und Widerstand,

Extero- und Propriozeptoren ausgenutzt. In einer festgelegten Art und Folge durchgeführt, kommt es zu den erwarteten

Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder auch -entspannung.

SPIEGELTHERAPIE

Spiegeltherapie ist eine neue Behandlungsform für Patienten mit Schmerzen und Bewegungsanbahnung nach Schlaganfall,

mit starken Phantomschmerzen, Schmerzen nach Nerven- oder Nervenwurzelverletzungen und eine Möglichkeit auch beim

Morbus Sudeck (CRPS). Die Spiegeltherapie ist ein Verfahren, in dem der Patient lernt, durch Beobachtung seiner gesunden

Hand oder des gesunden Beines seine Phantomglieder wieder zu kontrollieren und zu bewegen. Es ist aber nicht einfach nur

ein Trick, um sein Gehirn zu überlisten. Der Patient weiß natürlich, dass er eine erkrankte oder verlorene Extremität hat. Im

Gehirn kommt es jedoch durch dieses Verfahren zu einer Aktivierung von Gehirnzentren auch in jenem Bereich, in dem bisher

alle Signale aus der Körperperipherie ausschließlich als Schmerz fehlinterpretiert worden sind. Diese Aktivierung korrigiert das

fehlwahrgenommene Schmerzempfinden. Da Menschen immer ihre Bewegungen zunächst über optische Signale steuern,

wird dadurch auch der Effekt in der Spiegeltherapie besonders stark.

BOBATH KONZEPT

Die Entwicklung des Bobath Konzeptes begann etwa um 1943 und wurde nach dem Ärzte-Ehepaar Dr. hc. Berta und Dr. Karel

Bobath benannt.

„Das Bobath Konzept ist eine lösungsorientierte Herangehensweise an die Befundaufnahme und der Behandlung von

Individuen mit funktionellen Störungen, Bewegungsstörungen und Störungen der posturalen Kontrolle aufgrund einer Läsion

des Zentralen Nervensystems“ (Definition nach der ICF). Dieses Konzept dient zur Befundaufnahme und Behandlung von

(erwachsenen) Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Zur Analyse von Bewegungsabläufen ist das Wissen über die

„normale Bewegung“ wichtig. Die Analyse gibt Aufschluss darüber, wie ein Patient sich bewegt, „wie er was macht“. Die

Analyse erfolgt auf dem höchstmöglichen Leistungsniveau des Patienten während einer zielorientierten /

patientenorientierten Handlung. Hierbei werden Fähigkeiten des gesamten Menschen erkannt. Außerdem werden

Bewegungsstrategien und deren Variationen herausgefiltert.

SEHTHERAPIE VRT

Die VRT dient der computerunterstützten Therapie neurologisch bedingter Sehstörungen nach Schlaganfällen,

Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Trauma oder Tumoren. Voraussetzung sind Sehrestfunktionen, ausreichende

Fixations- und Aufmerksamkeitsleistungen sowie Motivation, die Therapie selbstständig durchzuführen. Bei Verdacht auf oder

Diagnose von fotosensibler Epilepsie ist eine VRT nicht angezeigt.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland ca. 165.000 Menschen einen Hirninfarkt, ca. 250.000 ein Schädel-Hirn-Trauma. Bei etwa 20

Prozent dieser Patienten kommt es zu behandelbaren Sehstörungen, die sich u.a. als Hemianopsie, Quadrantenanopsie,

Skotom oder Tunnelblick ausprägen können.

Die VRT nutzt die Plastizität des visuellen Systems und stimuliert gezielt neuronale Strukturen in Bereichen mit möglichen

Residualfunktionen. Durch die Verbindung von systematischer Lichtstimulation mit einer aktiven Wahrnehmungsaufgabe

(Bestätigung des gesehenen Stimulus durch Tastendruck) werden die teilgeschädigten Neuronen gezielt erregt.

Dies führt in vielen Fällen zu verbesserter Verarbeitung visueller Informationen – zu besserem Sehen.

Die Verringerung des Gesichtsfelddefekts, wiedererlangte Lesebefähigung, höhere visuelle Sicherheit und Mobilität führen

zur besseren Bewältigung von Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs) und sichern damit Teilhabechancen.

SENSORISCHE INTEGRATIONS THERAPIE (SI)

Die Theorie der Sensorischen Integration wurde von Dr. A. Jean Ayres ( V 1988), Ergotherapeutin mit Promotion entwickelt. Sie

erkannte, dass einige Entwicklungsstörungen, Störungen der Motorik, der Sprache oder des Verhaltens auf Störungen der

Körper-Körper- oder Körper-Raum-Wahrnehmung zurückgehen. Diese Störungen haben ihre Ursache in mangelhafter

Verarbeitung vestibulärer, propriozeptiver oder taktiler Sinneseindrücke und unterscheiden sich diagnostisch von den

Dysfunktionen des peripheren oder kortikalen ZNS.Kindern ist es mit Störungen des Körper- oder Raumschemas unmöglich

ein angepasstes Verhalten oder eine angepasste Motorik aufzubauen.

Die Sensorische Integration legt den Schwerpunkt auf die Förderung der Integration der Körperwahrnehmung mit der

Raumwahrnehmung. Das Gleichgewichtstraining aktiviert die Bewegungsmuster verfeinert und präzisiert die

Bewegungswechsel. Hierbei werden Körper- und Raumschemata aufgebaut und deren gegenseitige Abstimmung gefördert.

In der SI fördert man das Zusammenspiel bzw. die Koordination unterschiedlicher Sinnessysteme.

ERGOTHERAPIE

Die Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt

Menschen jeden Alters, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten

eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind.

Zu unserem Aufgabengebiet gehört die ergotherapeutische

Diagnostik einschließlich der Dokumentation, Beratung und

Therapie, hauptsächlich von neurologischen Störungsbildern.

Unser therapeutisches Arbeitsfeld beinhaltet die Behandlung

von erwachsenen Patienten mit CRPS -

Schmerzsymptomatiken, Handverletzungen, neurologischen,

kardiologischen und orthopädischen Erkrankungen, z.B.

Apoplex (Schlaganfall), SHT (Schädel-Hirn-Traumata),

Hirntumore, Multiple Sklerose, Parkinson, ALS,

Nachbehandlungen von Bandscheiben OP´s und

Hemianopsien.

Des Weiteren führen wir Einzelbehandlungen von Kindern mit

unterschiedlichen Entwicklungsstörungen,

Aufmerksamkeitsstörungen und Verhaltensproblematiken

durch.

Wir führen Behandlungen auf neurophysiologischer

Grundlage durch, Hirnleistungstraining, Training der

motorischen und der sensorischen Fähigkeiten, adaptive

Verfahren, Training der Selbstständigkeit im Alltag,

Versorgung mit Hilfsmitteln, Training sozial-kommunikativer

Fähigkeiten, ADL-Training (Anziehen, Essen, Haushalt,

Körperhygiene etc.), Anleitung zur Selbsthilfe im persönlichen

und lebenspraktischen Bereich, Erstellung von Berichten,

Therapiekoordination der Behandlungspläne und

Angehörigenberatung. Hierzu nutzen wir grundlegende

Behandlungsverfahren.

Die ergotherapeutische Behandlung wird als

sensomotorisch-perzeptive Behandlung

motorisch-funktionelle Behandlung

psychisch-funktionelle Behandlung

Hirnleistungstraining

durchgeführt.

ERGOTHERAPEUTISCHE

THERAPIEKONZEPTE

Wir therapieren nach sorgfältig ausgewählten

Therapiekonzepten, von denen Sie unten einige

wiederfinden. Zusätzliche können individuelle Beratung

sowie Anleitung von Angehörigen  einen festen Platz im

Therapieverlauf haben.

SCHMERZTHERAPIE

In der Schmerztherapie liegt der Schwerpunkt auf einer

systematischen Befunderhebung der lokalen- , faszialen-,

segmentalen-, vegetativen-, viszeralen-, energetischen- und

psycho-emotionalen Ebene.

Hieraus ergibt sich ein individueller, auf den Patienten

abgestimmter Therapieplan. Neben klassischen

Behandlungsmethoden wie PNF, manuellen Techniken und

der medizinischen Trainingstherapie kommen ganzheitliche

Behandlungstechniken wie die Fußreflexzonenmassage,

Faszienbehandlung, MMM-Techniken und

Behandlungsverfahren aus der Traditionellen chinesischen

Medizin zur Anwendung.

HANDTHERAPIE

Die Handtherapie ist eine ganzheitliche Behandlung der

Hand bzw. oberen Extremität zur Wiederherstellung nach

Verletzungen, Erkrankungen und Fehlbildung.

Sie wird von spezialisierten Ergotherapeuten durchgeführt

und richtet sich an Patienten mit Handverletzungen oder -

erkrankungen aus dem traumatisch-chirurgischen,

orthopädischen, rheumatologischen und neurologischen

Bereich. Die handtherapeutische Behandlung kann

konservativ, prä- oder postoperativ erfolgen und zielt darauf

ab, die physiologischen Funktionen der Hand

wiederherzustellen bzw. bestmöglich zu erhalten. Dazu

zählen Greiffunktion, Feinmotorik, Beweglichkeit,

Koordination und Geschicklichkeit, Kraft und

Schmerzfreiheit.

PERFETTI KONZEPT

(Kognitiv therapeutische Übungen)

Die kognitiv-therapeutische Übungen wurde Anfang der

70er Jahre von Prof. Carlo Perfetti (Santorso/Italien)

ursprünglich speziell für Hemiplegiepatienten entwickelt.

Diese Behandlungsform wird heute bei allen

neurologischen, aber auch bei orthopädischen,

chirurgischen und pädiatrischen Patienten angewendet.

Ausgangspunkt für das Entstehen und für die

Veränderungen dieses Therapiekonzeptes waren und sind

wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedensten

Forschungsrichtungen. Dem therapeutischen Vorgehen liegt

eine „systemische anschauungsweise“ zugrunde, die

besagt, dass der Mensch als ein komplexes System

angesehen werden soll. Das bedeutet, dass menschliche

Fähigkeiten wie

Bewegung, Wahrnehmung und kognitive Leistungen nicht

isoliert betrachtet und behandelt werden dürfen, sondern

eine funktionelle Einheit bilden, die nur im gegenseitigen

Austausch Erkenntnisprozesse (Kognition)hervorbringen.

„Kognitiv“ heißt „auf Erkenntnis beruhend“. Der

Erkenntnisprozess ist eine zentrale Fähigkeit des Menschen

und auch ein zentrales Element der kognitiven

Rehabilitation. Um zur Erkenntnis zu gelangen, benötigt der

Mensch die Fähigkeit der Wahrnehmung, der Bewegung

und mentale Fähigkeiten gleichzeitig. Besonders wichtig für

den Erkenntnisprozess ist die Wahrnehmung, denn

durch diese erhält das Zentralen Nervensystem

Informationen vom Körper und der Umwelt, die es für die

Programmierung und Ausführung von Bewegungen

benötigt. Der Wahrnehmungsprozess stellt demzufolge

einen wichtigen Teil der

Bewegung dar. Bewegung erzeugt Informationen und

Information ermöglicht das Entstehen der Bewegung. Ist

dieser Informationskreislauf gestört, können physiologische

Bewegungsabläufe nicht entstehen.

PNF KONZEPT

Die Abkürzung PNF steht für: Propriozeptive

neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das

Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist

damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im

nervalen und muskulären System für ein sinnvolles

Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers.Die

Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika von

dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin

Margaret Knott entwickelt. Diese aktive Methode besteht

aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der

normalen motorischen Entwicklung. Die Bewegungsmuster

(Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch) und

Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers. Mit

definierten Bewegungsmustern und bestimmten Techniken

wird therapeutisch gearbeitet.Es werden Stimuli wie z. B.

Druck, Zug, Dehnung und Widerstand, Extero- und

Propriozeptoren ausgenutzt. In einer festgelegten Art und

Folge durchgeführt, kommt es zu den erwarteten

Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion

oder auch -entspannung.

SPIEGELTHERAPIE

Spiegeltherapie ist eine neue Behandlungsform für

Patienten mit Schmerzen und Bewegungsanbahnung nach

Schlaganfall, mit starken Phantomschmerzen, Schmerzen

nach Nerven- oder Nervenwurzelverletzungen und eine

Möglichkeit auch beim

Morbus Sudeck (CRPS). Die Spiegeltherapie ist ein

Verfahren, in dem der Patient lernt, durch Beobachtung

seiner gesunden Hand oder des gesunden Beines seine

Phantomglieder wieder zu kontrollieren und zu bewegen. Es

ist aber nicht einfach nur ein Trick, um sein Gehirn zu

überlisten. Der Patient weiß natürlich, dass er eine erkrankte

oder verlorene Extremität hat. Im Gehirn kommt es jedoch

durch dieses Verfahren zu einer Aktivierung von

Gehirnzentren auch in jenem Bereich, in dem bisher alle

Signale aus der Körperperipherie ausschließlich als Schmerz

fehlinterpretiert worden sind. Diese Aktivierung korrigiert das

fehlwahrgenommene Schmerzempfinden. Da Menschen

immer ihre Bewegungen zunächst über optische Signale

steuern, wird dadurch auch der Effekt in der Spiegeltherapie

besonders stark.

BOBATH KONZEPT

Die Entwicklung des Bobath Konzeptes begann etwa um

1943 und wurde nach dem Ärzte-Ehepaar Dr. hc. Berta und

Dr. Karel Bobath benannt.

„Das Bobath Konzept ist eine lösungsorientierte

Herangehensweise an die Befundaufnahme und der

Behandlung von Individuen mit funktionellen Störungen,

Bewegungsstörungen und Störungen der posturalen

Kontrolle aufgrund einer Läsion des Zentralen

Nervensystems“ (Definition nach der ICF). Dieses Konzept

dient zur Befundaufnahme und Behandlung von

(erwachsenen) Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

Zur Analyse von Bewegungsabläufen ist das Wissen über

die „normale Bewegung“ wichtig. Die Analyse gibt

Aufschluss darüber, wie ein Patient sich bewegt, „wie er was

macht“. Die Analyse erfolgt auf dem höchstmöglichen

Leistungsniveau des Patienten während einer

zielorientierten / patientenorientierten Handlung. Hierbei

werden Fähigkeiten des gesamten Menschen erkannt.

Außerdem werden Bewegungsstrategien und deren

Variationen herausgefiltert.

SEHTHERAPIE VRT

Die VRT dient der computerunterstützten Therapie

neurologisch bedingter Sehstörungen nach Schlaganfällen,

Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Trauma oder Tumoren.

Voraussetzung sind Sehrestfunktionen, ausreichende

Fixations- und Aufmerksamkeitsleistungen sowie Motivation,

die Therapie selbstständig durchzuführen. Bei Verdacht auf

oder Diagnose von fotosensibler Epilepsie ist eine VRT nicht

angezeigt.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland ca. 165.000 Menschen

einen Hirninfarkt, ca. 250.000 ein Schädel-Hirn-Trauma. Bei

etwa 20 Prozent dieser Patienten kommt es zu

behandelbaren Sehstörungen, die sich u.a. als Hemianopsie,

Quadrantenanopsie, Skotom oder Tunnelblick ausprägen

können.

Die VRT nutzt die Plastizität des visuellen Systems und

stimuliert gezielt neuronale Strukturen in Bereichen mit

möglichen Residualfunktionen. Durch die Verbindung von

systematischer Lichtstimulation mit einer aktiven

Wahrnehmungsaufgabe (Bestätigung des gesehenen

Stimulus durch Tastendruck) werden die teilgeschädigten

Neuronen gezielt erregt.

Dies führt in vielen Fällen zu verbesserter Verarbeitung

visueller Informationen – zu besserem Sehen.

Die Verringerung des Gesichtsfelddefekts, wiedererlangte

Lesebefähigung, höhere visuelle Sicherheit und Mobilität

führen zur besseren Bewältigung von Aktivitäten des

täglichen Lebens (ADLs) und sichern damit

Teilhabechancen.

SENSORISCHE INTEGRATIONS THERAPIE (SI)

Die Theorie der Sensorischen Integration wurde von Dr. A.

Jean Ayres ( V 1988), Ergotherapeutin mit Promotion

entwickelt. Sie erkannte, dass einige

Entwicklungsstörungen, Störungen der Motorik, der Sprache

oder des Verhaltens auf Störungen der Körper-Körper- oder

Körper-Raum-Wahrnehmung zurückgehen. Diese

Störungen haben ihre Ursache in mangelhafter Verarbeitung

vestibulärer, propriozeptiver oder taktiler Sinneseindrücke

und unterscheiden sich diagnostisch von den

Dysfunktionen des peripheren oder kortikalen ZNS.Kindern

ist es mit Störungen des Körper- oder Raumschemas

unmöglich

ein angepasstes Verhalten oder eine angepasste Motorik

aufzubauen.

Die Sensorische Integration legt den Schwerpunkt auf die

Förderung der Integration der Körperwahrnehmung mit der

Raumwahrnehmung. Das Gleichgewichtstraining aktiviert

die Bewegungsmuster verfeinert und präzisiert die

Bewegungswechsel. Hierbei werden Körper- und

Raumschemata aufgebaut und deren gegenseitige

Abstimmung gefördert. In der SI fördert man das

Zusammenspiel bzw. die Koordination unterschiedlicher

Sinnessysteme.

PRAXISGEMEINSCHAFT

LOGOPÄDIE & ERGOTHERAPIE

H. FELGENHAUER/ A. GLEGE